[Rezension #793] „Wogende Wellen“ Grand Hotel Usedom 2 von Caren Benedikt aus dem Maximum Verlag

Meine Meinung:
Unfall oder Mord, was ist geschehen. Warum stürzte der Vater von Helene, Sophie und Maria vom Balkon? Wurde ihre Mutter vergiftet? Oder starb sie an einer Krankheit?

Es stehen viele Fragen und Verdächtigungen im Raum. Die Gedanken kreisen. Wer ist schuld am Tod der Eltern. Das „Atlantic“ ist ein Literaturhotel, geführt von Helene.

Seit dem Tod des Vaters, sind die anderen Hotels in die Hände von Friedrich Kaminski gefallen. Dieser hat einen nicht gerade guten Lebensstil. Er ist ein Blender, ein Mensch dem Andere egal sind und der nur Profit machen möchte. Nicht mit lauteren Mitteln wohlgemerkt. Ich kann ihn nicht leiden, ja verabscheue ihn sogar. Maria hält zu ihm, doch der schöne Schein bröckelt. Sie leidet unter seinem rabiaten Wesen. Nichts ist ihm heilig, auch nicht die Ehe.

Zum Glück für die Schwestern, gibt es da diejenigen, die ihnen zugetan sind. Conrad, der Mann von Helene, Hans und Elisabeth von Koester, Edward Miller der Concierge loyal und ihnen von Herzen zugetan, Christian Grote. Diese Menschen sind so herzensgut und haben so viel zu geben. Was für eine wunderbare Leichtigkeit ergießt sich, wenn sie in der Geschichte auftauchen.

Schreibstil:
Caren Benedikt, nimmt uns mit nach Usedom im Jahre 1904. Sie beschreibt das Leben, das Wirken, die Umstände des Handelns eines jeden Einzelnen. Die Gefühle die die Protagonisten, sich manchmal mehr oder weniger eingestehen. Sie malt Bilder mit Worten. Die Teppiche, Lichter und die Ausstattung im Hotel „Atantic“, werden real. Die Kleidung fühlt man, das Rascheln hört man und auch die Momente in denen Helene aus dem Fenster blickt sind uns so gewahr, als ob wir neben ihr stehen würden. Unterlegt von der Musik, die Christian für uns spielt.

Oscar Thalmann ist wirklich ein Mensch der im Hintergrund agiert, auf eine so vorsichtige, sanfte aber auch kluge Weise. Vieles das er herausfindet, setzt sich im Kopf des Lesers erst nach und nach zusammen. Doch am Ende hätte ich mit dieser einen Person nicht gerechnet.

Ein verletztes und gedemütigtes Herz, lässt einen sonst so wohlwollenden Menschen in schlimmster Grausamkeit handeln. Mit kopfschütteln und Unverständnis, bleibe ich zurück. Die gerechte Strafe wird kommen, dem bin ich gewiss.

Mein Fazit:
Der Tod zweier geliebter Menschen, die Schreckensherrschaft eines ignoranten Menschen, der Kampf um Aufklärung, in einer wunderschönen Umgebung Usedoms. Ein Hotel das Heimat sein kann für Literaten. Familien und ja Menschen mit Hund. Vielleicht lernen ich den Briefeschreiber am Anfang des zweiten Bandes, im dritten Band kennen. Ich würde mich mehr als freuen. Die Suche nach den oder der Schuldigen, verbindet sich mit der wohl recherchierten Zeit des Jahres 1904 / 1905 auf Usedom. Menschlichkeit, steht in dieser Geschichte als Leitfaden vor allem. Ich habe das Buch sehr genossen.

Verlag : ‎ Maximum Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 393 Seiten

ISBN: 978-2496718102

Veröffentlicht : 30. September 2025

[Rezension #792] „Angor – Auf den Spuren einer Legende“ von David Givens aus dem Spica Verlag

Meine Meinung:
Angor lebt in Tresmark. Einem Dorf, in dem er mit seinem Vater dem Schmied lebt. Wulfun, ein Ritter des Königs, hat ihn gesucht, um ihm ein Angebot zu unterbreiten. Während der Reise versucht er, Angor im Kampf zu unterweisen. Was nicht immer ohne Schmerz für Angor ausgeht. Dabei ist Angor kein schmächtiger, junger Mann, sondern durch die Arbeit breitschultrig und voller Kraft. Es fehlt ihm jedoch an Technik.

Wulfun, ist ein Mann von Ehre und ich empfinde ihn als guten Lehrer.

Angor, hat trotz Unerfahrenheit, sehr großes Potential. Ein junger Mann mit Herz und Verstand.

Als sie in einem größeren Dorf Station machen, wird dieses überfallen. Etwas verändert sich in Angor. Als wäre er in gefährlichen Situationen, nicht mehr er selbst. Was es ist, muss er erst langsam verstehen. Immer öfter hat er mit Grünhäuten zu tun. Bald muss er zu seinem Missfallen feststellen, was den König wirklich antreibt.

Schon wenn ich lese wie der König sich verhält, werde ich wütend. Er ist so menschenverachtend, das ich ihn gern, nein das sage ich hier lieber nicht. Er gehört definitiv nicht auf den Thron.

Die Familie die bei Angor lebt, ist zauberhaft. Sie sind loyal und ich hoffe das sie auch in Band 2 wieder auftauchen. Denn mir würde was fehlen. Sie machen das Haus zu einem Heim. Zumindest fühle ich das so.

Als ein großer Kampf bevor steht, habe ich schlimme Vorahnungen. Soviele, die nichts wissen über Waffen oder einen Kampf ansich. Angor kümmert sich, voller Pflichtgefühl um Alle. Er ist ein guter Mensch. Ein Schmerz jedoch, der mich überwältigt, bildet den Höhepunkt und für mich ein schwarzes Loch voller Trauer.

Schreibstil:
Es war, als ob mich dieses Buch zu sich gezogen hat. Nichts und niemand konnte mich davon fern halten. Okay die Arbeit vielleicht und etwas Schlaf brauchte ich auch. Aber sonst war dieses Buch in meiner Nähe, in meinen Händen um gelesen zu werden oder in meinem Kopf.
Schon als Wulfun auf dem Pferd daher geritten kam, hatte die Geschichte mich. Diese bildhafte Sprache, diese Momente die ich mit erleben durfte. Angors immer stärker werdende Technik, seine kleinen Geheimnisse. Es machte ihn nahbar. David Givens, der Autor hat durch sein Wissen um die Schmiedekunst und den Schwertkampf, ein außergewöhnliches Wissen und die Fähigkeit es dem Lesenden zu offenbaren. Durch Worte, hat er mich dazu gebracht den König Missbilligung, ja Hass entgegen zu bringen.

Mein Fazit:
Starke Charaktere, die in einer tiefen und intensiv gezeichneten Welt ihren Weg gehen. Die Geschichte hat mich erschüttert, fassungslos und auch traurig gemacht. David, hat es geschafft, aus mir einen Fan seiner Bücher zu machen. Angor Band 1 wird nicht das letzte Buch sein, es gibt schon vier Bände wie er mir verriet, das ich von David Givens lese. Ein paar Fragen sind offen geblieben, manches war mir zu kurz erzählt. Mal sehen ob ich im nächsten band Antworten bekomme.

Verlag : ‎ Spica Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 521 Seiten

ISBN: 978-3455000764

Veröffentlicht : 02. März 2024

[Rezension #791] „Château Mort“ – Luc Verlains neuer Fall von Alexander Oetker aus dem Atlantik Verlag

Meine Meinung:
Mit Strand, Sonne und Kopfschmerzen, startet der zweite Band der Reihe um Luc Verlain.
Diesmal rückt ein ganz verrückter Marathon, in den Blick des Lesers. Es geht um den Sport, aber eben auch um den Genuss des Augenblicks. Um den intensiven Geschmack der Weine des Médoc.
Ein Rennen das nicht jeder gewinnen kann, aber auch nicht will. Natürlich gibt auch jene, die das im Sinn haben.
Luc und sein früherer Kollege und Freund Yacine, sind mit den Motorräder unterwegs. Tun ihren Dienst, als es zu mehreren Vorfällen kommt.
Ein Winzer kommt ums Leben. War er Ziel des Anschlags? Oder doch ein Anderer.
Notorisch unterbesetzt, machen sich Luc, Yacine und die eben zurück gekehrte Anouk an die Ermittlungen.
Anouk hat bald einen Verdächtigen für sich erkoren. Das passt Luc gar nicht. Doch auch ihm kommen Zweifel.
Wie nur soll er sich verhalten, wie reagieren. Luc sitzt zwischen den Stühlen.

Luc ist ein Unikat. Yacine gefällt mir. Anouk selbst, ist so ein guter Gegenpart zu Luc. Sie sieht in dieser Ermittlung ein Problem auf das Team zukommen. Denn Luc ist nicht objektiv. Zumindest hat sie den Eindruck.

Man fühlt, das der Autor Alexander Oetker schon oft in der Aquitaine war. Denn er beschreibt die Szenerie, sehr intensiv. Ja liebevoll, nimmt er uns mit in diese Landschaft, die er scheinbar nicht nur einmal besucht hat.

Den Wein, kann man fast schmecken. Die Nudeln leider auch. Aber das lest bitte selbst. Es war, als ob ich auf den Teller hinabgeblickt hätte.

Die Wellen, die Sonne, den Sand, ja und die Trauben kann ich mir bildlich vorstellen. Während des Lesens stand ich vor dem Schloss, an den Stationen mit Wasser, Bananen und Wein. Die Hitze spürend.

Die Ermittlungen sind nicht einfach, mehrere Verdächtige kommen auf den Plan. Allerdings ist am Ende alles nicht so wie man denkt. Da ist ein Twist, der mir nicht wirklich nachvollziehbar war, oder aber für mich zu schnell ging.

Mein Fazit:
Ein Mord im Médoc, während eines Marathons der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Mit wunderbarem Lokalkolorit. Man fühlt es einfach. Fühlt, wie es dort ist, obwohl ich nie vor diesen vollen Reben stand. Nie einen Fuß, in das Aquitaine gesetzt habe. Nur am Ende habe ich wohl etwas verpasst, denn die Schuldigen hatte ich nicht auf dem Plan. Das ging mir etwas schnell. Das Dreier Team, darf gern öfter ermitteln. Da greift ein Rädchen ins nächste.

Verlag : ‎ Atlantik Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 336 Seiten

ISBN: 978-3455000764

Veröffentlicht : 14. März 2018

[Rezension #790] „Wie das Flüstern der Meeresbrise – Nordseeträume auf Jütborg 2″von Helen Schreiber aus dem dotbooks Verlag

Meine Meinung:
Klara hält es zu Hause nicht mehr aus. Ihre Mutter, die mit ihr eine Eventagentur führt, hat eine sehr dominante Art und fordert alles von Ihr. Sie hat weder Urlaub, noch Zeit für sich. So langsam wird ihr bewusst, dass sich was ändern muss. Vorallem weil ihre Mutter sich aus der  Eventagentur zurückziehen möchte.
Will Klara überhaupt die Leitung übernehmen?

Daraufhin entscheidet sie sich, eine Auszeit von vier Wochen zu nehmen. Was ihre Mutter aber natürlich absolut nicht versteht. Sie reist nach Jütborg. Zu ihrer Schwester Lisa.

Eine wunderbare Idee, finde ich. Sie hofft so Klarheit, für ihr zukünftiges Leben zu finden. Sie ist glücklich, auf dem Hof zu sein. Zeit für sich zu haben.

Im Pub begegnet sie Luis. Er ist einfühlsam und aus einem Gespräch, wird eine Glücksliste auf einem Bierdeckel. Natürlich sorgt er dafür, dass sich das eine oder andere auf Jütborg erfüllt.
Schade nur das er, genau wie Klara, der Liebe abgeschworen hat. Doch die gemeinsame Zeit, bringt Klaras Herz ins Stolpern. Was tun gegen das Flattern der Schmetterlinge in ihrem Bauch?

Mein Fazit:
Die Auszeit für Klara, ist bitter notwendig. Sie ist so fest gefahren, in ihrem Tun und sein. Heftig wie die Mutter sich aufführt. Es ist geradezu ein Befreiungsschlag für sie. Die Momente mit Luis, Lisa, ihrem Papa, Michel und Marie sind wunderbar lebendig. Ich kann den Sternenhimmel sehen, die steife Brise fühlen und mir den Sonnenaufgang ins Gedächtnis rufen. Dank der tollen Beschreibung der Autorin.
Danke für diese Reise nach Jütborg.

Verlag : ‎dotbooks Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 339 Seiten

ISBN: 978-3968984285

ASIN: B0H6Y5DDXS

Veröffentlicht : 01. Juli 2026

[Rezension #789] „Wie Wellen im Sommerlicht – Nordseeträume auf Jütborg 1“ von Helen Schreiber aus dem dotbooks Verlag

Meine Meinung:
Elsa lebt auf Jütborg und ist sehr glücklich, mit Ihrer Oma zusammen zu sein. Janosch ihr Sohn, ist ihr Augenstern und macht ihr ziemlich viel Freude. Sein Vater, hat sich nie um ihn gekümmert.
Hat Elsa, aus was für Gründen auch immer, im Stich gelassen.
Was damals geschah, ist eine lange Geschichte. Ein Brief hatte sie geschrieben, ihn gebeten sich zu melden. Doch das hat er nie. Ist untergetaucht.

Und jetzt? Ein Schatten taucht auf. Ein Mann fragt nach ihr.
Weshalb sie beginnt, sich Fragen zu stellen. Ist er es? Warum kommt er jetzt? Warum war er nicht vor 13 Jahren für sie da? Eric so heißt er.
Hat ziemlich heftige Sachen im Gepäck. Wahrheiten, mit denen sie erst klar kommen muss. Einfach wird es nicht. Wie nur soll sie sich ihm gegenüber verhalten? Will sie über die Vergangenheit überhaupt was wissen?
Sie weiss, dass sie zuhören sollte. Aber will sie wirklich seine Gründe erfahren?

Man fühlt Elsas Schmerz. Diese Zerrissenheit. Sie möchte für Janosch alles tun. Doch hat sie auch Angst, das ihr Sohn verletzt wird. Wird Eric wieder verschwinden. Sie erneut im Stich lassen? Soviele Fragen die in ihrem Kopf herumschwirren. Ich verstehe jeden einzelnen ihrer Beweggründe.

Oma Lisbeth, ist super. Ich sehe sie geradezu vor mir. Was für eine starke Frau. Sie hat so viel gegeben. In ihrer Pension würde ich gern mal übernachten. Ich mag das urtümliche, heimische Ambiente.

Janosch ist ein toller Junge, auch wenn ich ehrlich gesagt seine Jugendsprache nicht verstehe. Liegt wohl an meinem Alter.

Eric, tja er hat sich für mich bös ins Aus geschossen. Seine Erklärungen sind nachvollziehbar. Ich hoffe er macht keinen Fehler. Denn ich möchte nicht, das er Janosch und Elsa verletzt.

Mein Fazit:
Die Vergangenheit von Elsa ist auf Jütborg. Vorsichtig nähert sich Eric an. Nimmt sich sehr zurück. Die gemeinsame Zeit ist wie ein Tanz der Schmetterlinge. Sanft, abwartend und doch gepaart mit der Verletztheit von Elsa und ihrer Enttäuschung von damals. Mir fiel es anfänglich nicht leicht, in die Geschichte einzutauchen. Nach nur wenigen Seiten, wurde ich dann mitten rein gezogen. Keine Chance zu entrinnen.

Verlag : ‎dotbooks Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 351 Seiten

ISBN: 978-3690765299

ASIN: B0GTQL5SG2

Veröffentlicht : 01. April 2026

[Rezension #788] „Nie mehr Tequila“ von Sina Silberstein

Meine Meinung:
Anna sitzt an Silvester, auf einem Mauersprung. Die Liste mit den guten Vorsätzen in der Hand. Nur ja, warum ist die Liste schon so alt. Weil es eben, wie immer mit Vorsätzen ist, es wird nie was daraus. Ob das neue Jahr, was Anderes bringt als unerfüllte Vorsätze?
Nach Silvester hämmert der Kopf. Die Vorsätze sind bald in den Hintergrund getreten.
Zum Beispiel keine Schokolade.
Emma führt ihr vor Augen, was los war. Tja, da war wohl doch etwas viel Alkohol im Spiel.
Herr Grieshammer ist ihr Nachbar, mit einer tollen Dachterrasse. Es stellt sich heraus, das sie eine falsche Meinung von ihm hatte.
Mit Marie geht es wieder raus. Ins Ludo, dort wird ihr bewusst, das der neue Geschäftsführer morgen anfängt. Wolff mit Namen. Oh je.
Natürlich setzt sich Anna, gleich wieder in die Nesseln. Sie weiß nicht, was er von ihr hält. Ihre Gedanken gehen zu oft auf Wanderschaft. Allerdings erwischt sie sich immer wieder dabei, über ihn nachzudenken.
Was soll das denn, denkt sie sich.
Dann kommt Fritz. Ein Vierbeiner. Sie stellt unglaubliches an, um ihn zu retten.

Gisela und Adrian sind ein tolles Mutter Sohn Gespann. Mir gefällt das sehr. Da ist Anna so chaotisch, aber auf liebenswerter Weise, die da irgendwie mitten rein platzt.

Adrian ist freundlich, aber distanziert so lange er nicht weiß wie er sich Anna gegenüber verhalten soll. Als er diesen Moment hatte und selber Hilfe benötigt, ist Anna da.

Mein Fazit:
Das Leben von Anna ist etwas konfus. Irgendwie hat sie kein richtiges Ziel. Sie arbeitet, kommt nach Hause, geht feiern, hat Vorsätze die sie wie jedes Jahr in den Wind schießt. Doch sie hat Träume, Wünsche und hofft das sich etwas in ihrem Leben ändert. Es ist die Suche nach dem Sinn. Ich mag Anna sehr. Am Ende hat das Buch genau das, was diese Geschichte benötigt. Gefühle und Menschen die sich näher kommen.

Verlag : ‎Independently Published

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 205 Seiten

ASIN: B0D8BKGLQV

Veröffentlicht : 27. Juni 2024

[Rezension #787] „Chosen bei Ice and Snow“ von Yvonne Wundersee aus dem Lycrow Verlag

Meine Meinung:
Belinar ist der Höllenfürst von Eis und Schnee. Er verbringt gerade bei Asmos, in der Hölle des Feuers, eher unfreiwillig Zeit. So richtig Lust hat er keine? Dann sieht er etwas, was ihm den Atem stocken lässt. Ein Engel der von einem Turm in die Tiefe stürzt. Er nimmt sie mit sich, damit beginnt eine Geschichte, die tief geht.

Er ist so anders als Asmos?
Feinfühlig, den Seelen zugetan. Sogar Freundschaften hat er unter den Seelen. Für mich, hat er eine harte und eine weiche Seite. Er hat so viel Gefühl in sich, aber auch so viel Schmerz aus der Vergangenheit. Wenn ihm was wichtig ist, ist er unerbittlich.

Angelina wurde entführt und von Asmos erniedrigt, geschlagen und gefoltert. Auch lässt Asmos nicht wirklich, die Seelen frei die freizugeben wären. Vergibt keine Strafen? Die, die Seelen aber für ihre Sünden erwarten, um Sühne zu tun. Er lebt im Prinzip nur, für sein Vergnügen. Genau wie die, die mit ihm in dieser Hölle leben. Sie haben nur eins im Sinn.

Dadurch wurde Angelina von einem Himmelsengel,  mit den weißen Flügeln zu einem gefallenen Engel mit grauen Federn.

Sie hat Angst vor jedweder Strafe. Doch das ist nicht das, was ihr in der Nähe von Belinar widerfährt. Ganz langsam fasst sie Vertrauen. Sie denkt viel nach. Und ist immer wieder überrascht, wie Bel herrscht. Sie öffnet sich ihm. Findet ein Zuhause. Doch die Ruhe ist trügerisch.

Mein Fazit:
Was für eine Geschichte. Großartiges Setting, super umgesetzt. Spannender Schreibstil. Hervorragend ausgearbeitete Protagonisten. Dieses Buch war, wie eigentlich alle Bücher von  Yvonne Wundersee, ein Pageturner. Denn ich konnte das ebook, wieder mal nicht aus der Hand legen. Belinar und Angelina sind in ihrer Art einfach wundervoll. Ich bin so gespannt auf den zweiten Band.

Verlag : ‎Lycrow Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 325 Seiten

ASIN: B0DK61F3ZJ

Veröffentlicht : 28. März 2026

[Rezension #786] „Zimtsterne und Pfötchenzauber“ von Petra Schier aus dem Harper Collins Verlag

Meine Meinung:
Schrecklich wie der Typ, mit der kleinen Kira umgeht. Kira ist eine kleine Affenpinscherdame. Zum Glück ist Arian zur Stelle. Hält diesen Mann auf. Was für ein schrecklicher Mensch, der einen Hund so behandelt.

Kathi wehrt sich wie verrückt. Um nicht Arian nahe zu sein. Arian jedoch lässt nicht locker. Er hat die wunderbare Art, immer das Richtige zu sagen? Alles scheint so perfekt zu sein. Er scheint perfekt zu sein. Davon ist Arian aber nicht wirklich überzeugt. Denn auch er hat seine Fehler.

Kathi opfert sich für ihre Eltern und für Arabella auf. Sie war immer auf sich alleine gestellt. Musste sich durchkämpfen. Wenn sie sich auf jemanden verlassen konnte. Dann nur auf sich selbst. Traurig wie ich finde?

Ihre Eltern sind nicht wirklich sympathisch. Vorallem der Vater sollte dankbarer sein.
Arabella geht gar nicht. Was für ein Biest.

Anneliese war eine ganz besondere Frau, mit viel Weitsicht. Gut gemacht. Diese Wendung, habe ich nicht kommen sehen.

Kathi muss sich natürlich erst in ihrem neuen Leben zurechtfinden. Und wie ist das mit der Liebe? Bröckelt da langsam die harte Schale.
Könnten sie eine Chance haben? Darf sie es zulassen, glücklich zu sein? Endlich mal an sich selbst zu denken?
Ich finde ja, denn sie hat schon genug ertragen müssen.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte mit Hund. Lauter Verwicklungen. Santa Claus und das  Christkind helfen und natürlich Frau Santa. Zum Glück, muss sie dieses mal nicht eingreifen. Eigentlich macht ja Santa immer alles etwas  kompliziert, so das sie dann immer mal wieder nachjustieren muss. Diesmal ist das nicht nötig und Santa und das Christkind kriegen das ganz gut zusammen hin. Die große Hilfe von den Elfen, Kira, das Durchhaltevermögen von Arian, und die Weitsichtigkeit von Anneliese helfen im Übrigen. Das ganze voranzubringen.
Eine junge Frau die zu viel und zu oft für andere einstehen musste. Sich selber dabei komplett vergaß und nun lernen muss, auch mal sich fallen zu lassen.

Verlag : ‎Harper Collins Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 417 Seiten

ISBN: 978-3749910908

Veröffentlicht : 25. August 2026

[Rezension #785] „Sandor – Vom Glück frei zu fliegen“ von Dorothea Flechsig aus dem Glückschuh Verlag

Meine Meinung:
Nachdem mir das Hörbuch schon so großartig gefallen hat, habe ich nun auch das Buch durchgeschmökert.
Als erstes gefällt mir total gut, das Lesebändchen in gelb. Das gibt es gar nicht mehr so oft.

Das Cover strahlt Wärme und Freude aus. Sandor ist einfach lustig anzusehen.

Er ist natürlich immer dabei. Bei der Schulaufführung, will er sogar mitmachen, dumm nur das es jemand filmt. Was nun? Es ist nicht gut, dass die Menschen erfahren das es Sandor gibt. Jendrik hat richtig Panik. Man spürt seine Angst.

Die Kinder lernen, wie das mit den Sozialen Medien ist. Dass das Internet nichts vergisst.

Doch was hilft, ist eine besondere Freundschaft. Um diese nicht zu verlieren, ist es auch mal nötig ehrlich zu sein. Lilli hilft daraufhin. Sie hält ganz fest zu ihm. Unterstützt ihn, wo sie kann. Leicht ist das allerdings nicht und sogar gefährlich.

Wissenswertes über die Fledermaussprache rundet das Buch ab. Kinder sind sicher neugierig und hier bekommen sie einige Antworten dazu.

Illustration:
Die Bilder sind wunderbar illustriert. Mit sicherer Hand und farbenfroh. Was besonders gut gelungen ist, sind die Ausdrücke auf den Gesichtern. Fröhlich, ängstlich, müde, aufgeregt und noch viel mehr Gefühle werden in den liebevoll detaillierten Bilder gezeigt.
Mein persönliche Lieblingsillustration ist, auch wenn manche sagen würden igitt, auf Seite 51. Was da zu sehen ist, wird natürlich nicht verraten.

Mein Fazit:
Sandor schwebt in Gefahr. Er braucht Freunde um aus einer verzwickten Situation, wieder raus zu kommen. Schön ist zu sehen, das er auf Jendrick voll zählen kann. Auch auf Lilli. In diesem Buch geht es um Freundschaft, um zusammenhalt und das Freunde wichtig sind. Das lernen die Kinder beim Lesen. Auch einiges über Fledermäuse und über die Sprache der so außergewöhnlichen Tiere. Ich finde es toll und habe es, genau wie die anderen Bände sehr gerne gelesen.

Verlag : ‎ Glückschuh Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : Hardcover

Seiten: 112 Seiten

ISBN: 978-3910792241

Veröffentlicht : 17. August 2026

[Rezension #784] „Zeit des Neubeginns“ (Die Kinder der Hansens) von Ellin Carsta aus dem Tinte & Feder Verlag

Meine Meinung:
Ellin Carsta schreibt tolle Bücher. Dies ist Band 7 aus der Reihe „Die Kinder der Hansens“.
Es beginnt leider sehr traurig, mit Georgs Tod. Therese und auch die ganze Familie Hansen, ist am Boden zerstört.

Aufgrund der Testamentseröffnung, reist auch Robert aus Amerika an. Er ist der Bruder von Amala.
Das Hansens besteht aus einem Restaurant, Kino, Theater, Tanzbar aber auch einem Geheimnis, das Eduard allen verheimlicht.
Ich finde es unverantwortlich, von ihm. Denn bei mir kommen die Bedenken auf, das er damit dem Hansens schadet.

Robert ist ein sympathischer Mensch. Er macht sich Gedanken über die Anderstartigkeit von ihm und Amala und das Verhalten ihm gegenüber. Auch Therese, Auguste, Frederike und Bertha sind liebe Menschen.
Florentinus und Katharine sind ein tolles Paar. Innig und liebevoll verbunden.

Emma hat es nicht leicht mit Franz. Er ist so hinterwäldlerisch.
Moritz ist ihr dagegen zugetan. Das ist gefährlich.

Julius, hat sich wohl mit der Zeit sehr verändert und das nicht zum Positiven.

Leider gibt es da auch Martha, die mir sofort extrem unsympathisch ist. Was für eine Beisszange.
Sie hat nicht das Recht, so mit den Mitgliedern der Familie zu sprechen.

Das Leben dreht sich um das Hansens. Den täglichen Ablauf, die Möglichkeiten mehr Menschen in das Hansens zu locken. Roswitha, die Köchin ist nicht glücklich, doch Amala hat ein Talent zu überzeugen. Mir wäre da nicht wohl zumute.

Persönlich finde ich es wundervoll, das Viele einen persönlichen Brief von Georg erhielten. Nun beginnt ein jeder den richtigen Moment zu suchen, um die letzten Zeilen von ihm zu lesen.
Es geht ans Herz. Tränen brennen auch in meinen Augen.

Aber wie soll es weiter gehen. Wie wird sich Therese entscheiden? Kann Eduard, Martha von ihrem Plan abhalten.

Mein Fazit:
Die Geschichte einer Familie, die schon so viel durchgestanden hat und nun den Verlust eines geliebten Menschen betrauert. Jeder auf seine Weise. Das Hansens steht im Mittelpunkt und die Menschen dahinter. Es hat mich berührt, gefesselt, wütend gemacht und ein gewisser Nolte hat mir sogar Angst eingeflößt. Persönlich würde ich euch empfehlen, zuerst Band 1 zu lesen. Obwohl ich mit Band 7 auch wunderbar zurecht kam, ohne die vorherigen Bände gelesen zu haben.

Verlag : ‎ Tinte & Feder Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : Taschenbuch

Seiten: 311 Seiten

ISBN: 978-2496714258

Veröffentlicht : 16. September 2025