[Rezension #779] „Sonnenaufgang Nr. 5“ von Carsten Henn aus dem Piper Verlag

Meine Meinung:
Jonas soll eine Autobiografie von Stella Dor, einer Film-Diva schreiben. Doch es ist gar nicht so einfach. Denn es gibt eine Wahrheit, hinter der Wahrheit. Welche soll er aufschreiben? Als er an dem Ort ankommt, der verwunschener nicht sein könnte, trifft er auf Menschen die eigene Geschichten, ihre eigene Vergangenheit haben.

Imke und Britta, die eine Pension führen. Offenbaren ihre eigenen Befindlichkeiten.
Sie sind große Fans von Stella.

Bentje ist einer wahren Person nachempfunden, was ich herrlich finde. Denn auch ich habe von der Dame gehört. Sie ist zauberhaft, genau so stellte ich sie mir vor.

Paul, der ein so lieber Kerl ist, sich um die „Krabbe“ kümmert und langsam vergesslicher wird. Nur das Tanzen, das vergisst er nie. Eine Seele von Mensch.

Nessa, die gefühlt tausend Jobs hat. Trotzdem immer präsent ist. Sie zeigt eine Reserviertheit, die wohl der Mauer geschuldet ist, die sie um sich errichtet hat. Sie fühlt sich verlassen und verloren.

Jonas hat selbst traumatisches erlebt. Doch wehrt er sich mit Händen und Füßen gegen die Vergangenheit. Doch es stellt sich die Frage, kann man heilen wenn man sich gegen die Erinnerung sträubt?

Ich finde das er ein sehr einfühlsamer Charakter ist. Jemand, der sich um Andere sorgt. Der nicht einfach vorbei geht. Er hinterfragt sich selbst und das Tun Anderer.

Schreibstil:
Carsten Henn eröffnet uns in diesem Buch, eine kleine Welt am Meer. Menschen die so vielschichtiger sind, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Geschichte hat eine eigene Tiefe, die durch das Miteinander der Protagonisten entsteht.
Man denkt über die Personen nach. Fühlt sie, in sich. In den eigenen Gedanken. Danke dafür.

Mein Fazit:
Leichthin kann man dieses Buch nicht lesen, denn es benötigt Zeit. Ich musste und wollte, vor der Rezension darüber nachdenken, nachfühlen was es mir zu sagen hat. Dazu nun meine Erkenntnis: Jeder hat eine Erinnerung, die sich durch die von Anderen unterscheidet, auch wenn man im gleichen Moment, am gleichen Ort dasselbe erlebt. Jeder verarbeitet Informationen anders, sieht Dinge anders. Nimmt sie anders wahr. Genau das zeigt dieses Buch. Die Menschen in diesem Buch wachsen, trotz aller Verschiedenheit, zusammen. Eine Gemeinschaft entsteht. Es berührten mich vorallem, die Szenen mit Bentje. Wer eine tiefgründige Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch.

Verlag : ‎ Piper Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 288 Seiten

ISBN: 978-3492071833

Veröffentlicht : 02. Oktober 2025

[Rezension #778] „Codename Herzstoss“ von Toni Garber

Meine Meinung:
Max wird in etwas reingezogen, was er so gar nicht vermutet hat. Seine Mutter überrascht ihn mit ihrer Vergangenheit.
Spionage, Mord und noch mehr grausames.
Doch dann geschieht Ramstein und es gilt das Drama aufzuklären. Wer war daran schuld? Was macht Davaa dort, was hat sie mit dem Ganzen zu tun?
Natürlich hüllen sich die Menschen in Schweigen.
Theresa, seine Mutter hat Kontakte. Wichtige Kontakte zu hohen Tieren. Die Ereignisse überschlagen sich.
Fluchtfahrzeuge werden benötigt. Hauswände und unbeteiligte Fahrzeuge werden zermalmt.
Max hat echt ne taffe Mutter.
Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man es cool finden.
Max finde ich klasse. Er hat sich echt im Griff, auch in Gefahrensituationen. Marie seine Tochter ist effizient und eine gute Polizistin.
Theresa ist schwer einzuschätzen. Genau wie Davaa.

Mein Fazit:
Spionage und pure Spannung. Momente, die einen den Atem anhalten lassen. Dunkle Geheimnisse zwischen DDR und BRD. KGB, BND und andere Organisationen sind involviert. Nachdenken fast unmöglich. Handeln und zwar sofort, ist Pflicht. Zögern könnte den Tod bedeuten. Rasanter Thriller der stetig im Vollgas dahinrast. Man wird richtig gut unterhalten. Das Beste, es ist noch nicht zu Ende. Freue mich auf das nächste Buch.

Verlag : ‎ Selfpublishing

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎eBook

Seiten: 179 Seiten

ASIN: ‎ B0G51NMS8Y

Veröffentlicht : 04. Dezember 2025

[Rezension #777] „Creperie mit Meerblick“ von Maria Resco

Meine Meinung:
Leonie steckt im Stau. Sie wird schon erwartet. Vorwürfe prasseln auf sie ein. Keine Minute lässt ihr Stefan Zeit, etwas zu sagen. Er bereitet ihr ein schlechtes Gewissen. Egal bei was. Er ist ein guter Rhetoriker, nicht nur im Gerichtssaal. Dort gewinnt er, das muss natürlich gefeiert werden. Immer wieder. Ohne seine Frau miteinzubeziehen, sie hat hübsch auszusehen, mehr nicht. Er befiehlt, natürlich auf scheinbar freundliche Weise, manipuliert seine Frau und bringt sie immer mehr dazu sich unwohl zu fühlen.
Immer weiter treibt er sein Spiel. Nennt sie „Spatzl“ was für mich vor Hohn trieft. Denn er meint es zu keinem Zeitpunkt ernst. Ein klassischer Narzisst.

Leonie tut mir leid. Sie dümpelt vor sich hin. Wird wütend auf sich selbst. Eine Einladung von Charlotte zum 10. Geburtstag, ist der Wendepunkt. Als sie endlich zu Hause ist, wird ihr immer mehr bewusst, was Liebe bedeutet. Wie sehr sie sich nach ihrer Familie sehnt. Plötzlich ist sie mitten drin im Familienleben.

Eine Begegnung, mit der sie so gar nicht gerechnet hat, zaubert einen Hauch einer früheren zarten Liebe in ihr Hier und Jetzt. Eine besondere Verbindung kehrt so in ihr Leben zurück. Sie fühlt sich angenommen, muss sich nicht verstellen. Hat endlich wieder das Gefühl, das sich etwas in die richtige Richtung bewegt. Er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Manches das aus der Vergangenheit ungeklärt ist, versuchen sie aufzuarbeiten. Doch eigentlich ist dies gar nicht nötig.

Dann kommt Stefan zu Besuch. Was jetzt? Wie wird sich Leonie entscheiden?

Von Anfang an, mag ich Stefan nicht. Keine Sekunde. Er ist so widerlich. Das Gefühl des nicht mögens, verstärkt sich zunehmend. Ich kann mich zu keinem Zeitpunkt dagegen wehren.

Leonie und ihre ganze Familie ist da das totale Gegenteil. Zwischen ihnen fühlt man sich geborgen. Chris bringt das Prickeln zurück, in ihr Leben. Er ist so anders. Hört ihr zu, fühlt was sie fühlt. Einigkeit ohne Worte.

Mein Fazit:
Die Geschichte rund um Leonie führt einen in immer wieder krude Situationen. Leonie versucht sich selbst zu erklären, obwohl sie dies in keinem Moment muss. Man bemerkt wie unglücklich sie ist. Wie verloren. Sie sucht nach Liebe und bekommt zu Hause in München, nicht einen Hauch davon. Ein Besuch in der Heimat und die Menschend dort ändern Alles. Diese Wendung finde ich ganz wunderbar.

Ein Satz in dem Buch, habe ich markiert.
Danke Maria, das du mir diesen Satz, ins Gedächtnis gerufen hast. Ich werde ihn aufschreiben und ihn bei mir tragen. Welcher Satz das ist, werde ich hier nicht verraten.

Verlag : ‎ Selfpublishing

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 226 Seiten

ISBN: 978-8338769133

Veröffentlicht : 08. Oktober 2024

[Rezension #775] „Retour – Luc Verlains erster Fall“ von Alexander Oetker aus dem Atlantik Verlag

Meine Meinung:
Luc ist ein Womanizer. Er ist ein Mann, den die Frauen mögen. Doch nicht alles in seinem Leben lief glatt. Nun ist er zurück in der Heimat. Da sein Vater sehr krank ist und seine Hilfe benötigt. Paris ist das was er will. Die Restaurants, das Leben, das ganze savoir vivre. Ja die Pariser wissen wie man lebt. Allerdings holen ihn hier, in Bordeux, die Erinnerungen wieder ein.

Er muss sich mit einem Kommissar rumschlagen, der ihm zwar ebenbürtig ist vom Dienstgrad, aber weit weg ist von dem, was Luc als teamorientiertes Arbeiten kennt. Ich mag Etxeberria so gar nicht. Von sich selbst überzeugt, behandelt er die Anderen wie Werkzeuge und befiehlt in einem sehr unangenehmen Ton.

Luc lässt es sich zum Glück nicht nehmen, dagegen vor zu gehen. Fraglich ist nur ob er Erfolg damit hat. Denn Etxeberria ist stur.

Kaum ist Luc da, gibt es einen Mord. Wo ist nur die Beschaulichkeit hin. Wer ist der Mörder? Ist es ihr Ex-Freund? Ein Bekannter? Der neue Lover? Rätsel über Rätsel.

Anouk ist in Lucs Team und sehr schlau. Sie sieht viel und schlussfolgert hervorragend im Fall.

Die Ermittlungen sind zäh und das Verhalten von manchem Protagonisten nicht wirklich hilfreich. Luc Verlaine muss sich ganz schön durchbeißen. Auch die Brutalität, das Gehabe dieses, als Zeugen vernommenen Person, haben mich richtig wütend gemacht.

Luc muss insgesamt echt hart durchgreifen. Er tut dies überlegt und mit den richtigen Worten. Dafür hat er meine Hochachtung.

Der leichte Schreibstil ist angenehm und nimmt einen, trotz des ernsten Falles, für die Geschichte ein. Die Charaktere sind lebendig.

Aufgelockert haben das ganze Gefüge: Anouk, der Divisionsleiter und Hugo. Sehr gut fand ich, dass es mit diesen Personen ein Gegengewicht, zu der schon erwähnten Person im Kommissariat gibt.

Unter den Zeugen, gibt es Menschen denen man helfen möchte, die es verdient haben.

Mein Fazit:
Der Kommissar Luc Verlain, wird gut ins Licht gerückt. Er kommt von Anfang an gewissenhaft und mit Ehrgeiz rüber. Er kann weich und empathisch sein, aber auch seine Vorstellungen durchsetzen.
Ich muss sagen, der erste Fall ist gut durchdacht, hat Spannung, aber auch immer wieder eine Atmosphäre in der man sich treiben lassen kann. Der Täter ist für mich, eine absolute Überraschung gewesen. Freu mich schon auf Band 2.

Verlag : ‎ Atlantik Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 304 Seiten

ISBN: 978-3455003499

Veröffentlicht : 2018

[Rezension #772] „Wild Wild Old 2“ von Micky Molken

Meine Meinung:
Rolf steht auf dem Dach. Lothar unten. Earl der Heimleiter ruft die Polizei. Harry kommt und versucht zu helfen. Alles ist morsch und baufällig. Sie kommen nicht mehr rüber. Die Feuerwehr muss helfen. Rolf tut so als ob er der Wehrführer ist und ist seltsam aufgeräumt. Ob in seinem Oberstübchen alles in Ordnung ist, stelle ich mal in Frage.

Spannende Momente auf dem Dach. Amüsante Schreibweise.
Dann aber wieder sehr tiefgreifend.

Herr Blattschuss, was für ein Name, bringt so manches ans Licht.
Er redet zu viel. Ich mag ihn nicht.

Ein Tanzbattle, vor der Disco, lach ich stell mir das gerade vor.
Earl gegen Donnerbacon er hat sowas von keine Chance.

Eindrückliche Beschreibungen der Natur.
Ein Faultier verloren auf dem Dachboden. Lothar und Rolf auf der Suche.
Ein Zwischenfall in einer längst vergessenen Wohnung. Real oder Spuk?
Die Entdeckung ist gruselig. Gänsehaut pur. Aber auch traurig. Mich hat es tief getroffen.
Das Berlinerisch, so toll in das Buch einzubauen ist eine Kunst.
Nach dem Fund auf dem Dachboden, geht es einem der Vier sehr schlecht. Sogar das RKI rückt an. Die Situation ist wirklich urkomisch. Vier alte Männer auf Behelfsbetten, einfach wunderbar. Gefolgt von ernsten Themen aus der Kindheit. Man lernt Harry besser kennen. Auch Herrn Braun. Das finde ich schön.
Der Befund was einer von ihnen hat, ist ungewöhnlich, zum Kopfschütteln.
Nach ihrer Entdeckung ist die Suche nach der Wahrheit, ihre Mission. Ein schwieriges Unterfangen.
Eine Beerdigung folgt, die ans Herz geht. Rolf findet wunderbare Worte. Hat mich echt überrascht. Mich zu Tränen gerührt.
Welch ein Ende.

Mein Fazit:
Schon Band 1 hat mir sehr gut gefallen. Band 2 jedoch ist so tiefgreifend und intensiv, das ich es nicht vergessen kann.
Spannend, traurig. Die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle. Ich hoffe Micky Molken schreibt noch mehr über die 4 Herren die genauso skurril, wie liebenswert sind. Ihr solltet es wirklich lesen, denn sonst bleibt euch die Wahrheit über ein kleines Mädchen verborgen.

Verlag : ‎ Selfpublishing

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎eBook

Seiten: 264 Seiten

ASIN: B0GZVGGZYB

Veröffentlicht : 07. Mai 2026

[Rezension #769] „…und schreib auch mal!“ von Margot Kreuter aus dem Franz Schneider Verlag

Meine Meinung:
Sylvia ist eine Musterschülerin. Leider ist das nicht immer einfach. Sie muss viel lernen. Hat keine Zeit, für Freizeitaktivitäten. Ihre Eltern beunruhigt das sehr. Chris ihre Schwester ist anders. Im Landschulheim ist es toll, sie erleben viel, was Sylvia alles aufschreibt. Allerdings nutzt das jemand aus.
Plötzlich tritt ein Junge in ihr Leben, der die ganze Zeit schon da war.
Wie wird sich das auf die Schule auswirken?
Den Spagat zwischen Pubertät und Pflicht kommt gut rüber.
Freundschaften sind wichtig. Doch immer wieder, muss man sich damit auseinandersetzen.

Mein Fazit:
Ein Jugendbuch das sich mit den Wünschen, Pflichten, dem Miteinander unter den Gleichaltrigen. Aber auch mit Missgunst, Neid beschäftigt. Nicht alles ist, wie es scheint. Manchmal sollte man nachfragen, was die wahre Geschichte dahinter ist. Ich habe es gern gelesen und fand Sylvia sehr sympathisch.

Verlag : ‎ Franz Schneider Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 104 Seiten

ISBN: 978-3505037696

Veröffentlicht : 01. Januar 1972

[Rezension #765] „Handkäs Masala: Krimi“ von Robert Maier aus dem Mainbook Verlag

Meine Meinung:
Ashwini und Olaf arbeiten schon länger zusammen. Sie hat den Durchblick was die IT angeht. Sie gräbt in den Untiefen der Bits und Bytes.
Ein Mord. Eine Leiche im Kneippbecken, ruft Olaf und Ashwini auf den Plan.
Wer war das Opfer? Warum wurde er ermordet? Lauter Rätsel.
Als Olafs Familie bedroht wird, kommt auch sein Sohn, der bei der Kripo ist, nicht umhin zu bemerken das sein Vater wieder Detektiv spielt.
Es ist nicht leicht, hinter die Gründe des Todes zu kommen. Als es mehr Morde werden, versuchen sie eine Verbindung zu finden.

Justyna ist frisch dabei.
Unkonventionell tritt sie nicht nur den Kunden auf die Füße. Vergreift sich im Ton und bringt Olaf, mehr als einmal in die Bredouille. Mir persönlich ist sie zu direkt. Sie mischt sich ein. Zurückhaltung, ist gar nicht ihrs. Leider. Armer Olaf.

Sie ist eine Charaktere, die mich aufregt. Der ich ab und zu mit Klebeband, den Mund verschließen möchte.

Ashwini hingegen mag ich gerne. Sie ist das indische Gewürz in der Geschichte, das sie immer dabei hat. Ich liebe indisches Essen. Habe während des Lesens, richtig Lust darauf bekommen.

Olaf tut mir einfach leid. Er steht immer zwischen den zwei Frauen, die sich irgendwie nicht wirklich leiden können. Ob sie je wirklich zusammen arbeiten können?
Ihre gegenseitige Abneigung ist nicht wirklich förderlich, für die Lösung von Kriminalfällen.

Mein Fazit:
„Handkäs Masala“ hat Spannung, fordert es ein mitzudenken. Aber man muss auch aushalten, das Ashwini und Justyna sich bekämpfen. Justynas Art ist gewöhnungsbedürftig. Kein einfacher Charakter. Olaf immer zwischen den Fronten. Manchmal scheint er machtlos.
Mit feinem Gespür für Situationen, nicht ganz alltäglicher Spurensuche und lockerer Wortwahl, ist es ein Buch das sich gut weglesen lässt. Für den Urlaub, oder als abendliche Lektüre wunderbar.

Verlag : ‎ Mainbook Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎eBook

Seiten: 211 Seiten

ISBN: 978-3911008532

Veröffentlicht : 24. April 2026

[Rezension #764] „Die Köchin vom Hofgut Goldstein: Der Weg zum Glück“ von Gabi Haug aus dem BoD Verlag

Meine Meinung:
Liese flieht vom Hof. Ihre Mutter hat, nach dem Tod des Vaters, erneut geheiratet. Leider war dieser Mann ein Widerling. Weshalb Liese geht. Sie wandert nach Frankfurt. Arbeitet in einer Bar, dann in einem Café, backt dort wunderbare Kuchen. Das überzeugt auch die Gräfin. Als Liese sich dem Sohn ihrer Arbeitgeberin gegenüber sieht, der Gräfin mit einem Stein zur Hilfe kommt, beginnt für sie ein neues Leben.
Sie lernt eifrig, gibt alles und wird sicherer in ihrem Tun.

Als sie Hans trifft, ist die Suche nach Geborgenheit, Vertrauen und Liebe zu Ende. Sie spüren beide, das nun was Neues beginnt. Etwas wundervolles. Begleitet durch Familie und Freunde.

Klara und Wilfred trifft man wieder, was ein tolles Wiedersehen ist.
Trude, Ida, Josef sind da.
Rosi wird Kaufmannsfrau und trägt eine große Verantwortung.
Greta und Karl nähern sich an.
Hans und Liese in Liebe vereint.
Die Gräfin ist eine sehr ehrbare Frau, die Liese respektvoll behandelt.
Insgesamt geht es sehr harmonisch zu.

Was großartig ist, das die Autorin, alle Informationen am Schluss aufgreift und so den geschichtlichen Hintergrund erklärt. Sie rundet so das Bild ab.

Die Versorgung der Menschen damals, die Situation der Heizmöglichkeit in den Häusern. Alles ist sehr gut nachvollziehbar. Man lernt viel, über die damalige Zeit.

Jede Person ist gut gezeichnet. Bekommt ausreichend Raum um sich zu entwickeln.

Mein Fazit:
Frankfurt um 1840. Mit vielen Personen, die man gerne um sich haben möchte. Glück und Trauer, liegen nah beieinander. Als dann noch ein lang Vermisster auftaucht, weiß man irgendwie, das dies nicht die letzte Geschichte aus der Feder der Autorin sein kann. Historischer Roman, mit viel Hintergrundinformationen, den ich gerne gelesen habe.

Verlag : ‎ BoD Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 481 Seiten

ISBN: 978-3695107520

Veröffentlicht : 03. September 2026

[Rezension #763] „Wechselspiel der Liebe“ von Rosamunde Pilcher aus dem Rowohlt Verlag

Meine Meinung:
In was ist da Flora nur hineingeraten? Sie trifft ihre Zwillingsschwester, von der sie nichts wusste. Die so anders ist, als sie selbst.
Als ein gut aussehender Mann vor der Tür steht, wird so manches klar. Er hat eine Bitte an sie. Sie sagt ja. Damit beginnt eine Farce, für sie.
Wie verschieden sie und Rose sich sind, lernt sie in der nächsten Zeit. In knapp zwei Wochen, ändert sich ihr Leben komplett.

Sie lernt Menschen kennen, die sie nicht nur von Herzen mag, sondern liebt. Eins allerdings macht ihr schwer zu schaffen.

Sie ist hier nicht Flora, sondern tritt als Rose auf. Die Verlobte von Anthony. Sie muss lügen, was ihr fast das Herz bricht. Tuppy, Isobel, Mr. und Mrs. Watty, die Schwester die Tuppy pflegt, Jason, Hugh und Anna sind ihr so ans Herz gewachsen.

Brian scheint Anna nicht zu lieben. Was Hugh gemacht hat, fand ich genau richtig. Er sollte seine Finger, von anderen Frauen lassen.

Anna ist eine ganz liebe Frau. Eine Freundschaft mit ihr, könnte ich mir gut vorstellen.

Jason ist ein süßer Kerl. Hoffentlich bekommt er seine Federn. Tuppy und er sind so innig. Mir wärmt es das Herz.

Tuppy ist Tuppy. Sie strömt eine Wärme aus, die man spürt. Auch vom Bett aus, hält sie alle Fäden in der Hand.

Hugh ist ein großartiger Arzt, der sich um Alle kümmert. Doch sein eigenes Leben ist trostlos und leer. Eine Entscheidung zerstört sein Leben. Aber es gibt Hoffnung. Dieser sture Mann muss sich öffnen, bevor es zu spät ist.

Mein Fazit:
Auch wenn es aus Liebe geschieht, sollte die Lüge nie zur Wahl stehen. Flora tut mir von Herzen leid. Antony verstehe ich zwar, aber die Wahrheit, wäre besser gewesen. Die Annäherung von Flora zu Hugh, war mir zu wenig ausgeführt. Deshalb nicht ganz nachvollziehbar. Ich freue mich dennoch über diese Wendung. Eine schöne Geschichte, die mich gut unterhalten hat

Verlag : ‎ Rowohlt Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 333 Seiten

ISBN: 978-3499129995

Veröffentlicht : 01. Januar 1992

[Rezension #762] „Tante Inge haut ab“ von Dora Heldt aus dem dtv Verlag

Meine Meinung:
Christine freut sich so sehr, mit Johann zwei Wochen auf Norderney zu verbringen. Als sie ihn vom Zug abholt, gibt es eine unangenehme Überraschung. Tante Inge taucht dort auf. Mit Massen Gepäck. Sie scheint neuerdings, ihr Leben ändern zu wollen.

Wer hat ihr nur die Flausen in den Kopf gesetzt. Ein Kurschatten. Allerdings nicht männlicher, sonder weiblicher Natur. Renate mit Namen.

Es kommt zu Verwicklungen. Renate die auch noch die Bildfläche betritt, stiftet Verwirrung. Sie geht mir vom ersten Moment, tierisch auf den Nerv. Das Schlimmste, sind ihre Ansichten. Ihr Gehabe und die Art wie sie mit Inge umgeht. Sie redet alles schlecht, was meiner Meinung nach, nur einen neuen Schubser benötigt.

Onkel Walter ist sehr speziell.
Er rechnet. Ist ein Schnäppchenjäger. Schlägt der Bahn, ein Schnippchen. Kümmert sich um Fussball-Austrahlungen und geht mit seiner Frau zu seltsamen Vorträgen. Alles ist etwas eingefahren.

Heinz, Christines Papa hat eine großen Beschützerinstinkt. Er versteht seine kleine Schwester, nicht mehr wirklich. Was hat sie da plötzlich, mit diesem Kampmann. Walter ist doch gut wie er ist. Was soll die Geheimniskrämerei?

Christine ist praktisch wie ihr Papa. Kann die Füße nicht still halten. Mischt sich überall ein. Ja, das sind die Gene.

Johann tut mir leid. Was er alles macht, für Christine. Keine Ahnung, ob ich als Mann nicht schon das Weite gesucht hätte. Er hat echt ein dickes Fell und stahlharte Nerven. Anders kann man die Familie, nicht aushalten.

Tante Inge, ist ihr altes Leben leid. Sie will ausbrechen. Jedoch gibt es noch was Anderes, das sie auf die Insel verschlagen hat. Es wird sogar gefährlich. Erst denke ich was soll das? Dann bemerke ich aber, wie Inge sich immer mehr wehrt. Ihr viele Dinge klar werden. Ihren Plan finde ich ganz wundervoll.

Was wäre die Geschichte ohne Kalli. Natürlich ist er mit von der Partie. Ein ganz spezieller Hausgast.

Petra ist toll. Genau wie Charlotte. Zwar etwas im Hintergrund und doch präsent.

Mein Fazit:
Familie ist nicht einfach. Vorallem wenn es um Christines geht. Verwicklungen, Verwirrungen, Missverständnisse, der Wunsch nach mehr Aktivität, ein Einbruch, das Aufspüren einer gewissen Person, macht dieses Buch zu einer Mischung, mit total unerwarteten Wendungen.

Zwischendrin Christine und Johann, die doch nur zwei Wochen Urlaub machen wollten. Am Ende steht ein Geheimnis, das es aufzuklären gilt. Kopfschütteln, schmunzeln, aha Momente und eine unbelehrbare Frau machen dieses Buch zu einer amüsanten Mischung.

Verlag : ‎ dtv Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 340 Seiten

ISBN: 978-3423247238

Veröffentlicht : 01. Mai 2009